Bürstadt enagiert im Kreistag vertreten

CDU nominiert Bürgermeisterin Schader und Stadtrat Herbert Röchner

Die Bergsträßer Christdemokraten wählen am 10. Oktober in der Kultur- und Sporthalle in Biblis-Nordheim ihre Kandidatenliste für den Kreistag, der bei der Kommunalwahl am 6. März ebenfalls neu bestimmt wird. „Unsere engagierte Bürgermeisterin will künftig auch die Interessen unserer Kommune im Kreistag vertreten und ist auf dem Spitzenplatz 6 vorgeschlagen“, freut sich der CDU-Parteivorsitzende Alexander Bauer über diese Wertschätzung der „Christdemokratischen Powerfrau“. Bauer selbst kandidiert nicht mehr für den Kreistag. Er will sich auf die Stadtpolitik in Bürstadt und auf seine gewachsenen Aufgaben als innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion konzentrieren. Auch Altbürgermeister Alfons Haag, derzeit Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, hört auf und freut sich auf den dann zunehmend politikfreien Ruhestand. Eine starke Stimme für Bürstadt will auch Herbert Röchner, derzeit Stadtrat im Magistrat der Stadt Bürstadt und stellvertretender CDU-Vorsitzender, sein. Mit Listenplatz 21 ist er ebenfalls aussichtsreich platziert. Auf Platz 33 kandidiert der CDU-Stadtverordnete Reinhold Tremmel und auf Platz 45 Renate Gayer. In dem auf 71 Personen verkleinerten Kreistag hat die Kandidatur des langjährigen ersten Stadtrats Walter Wiedemann (Platz 69) eher symbolische Bedeutung. Gleichwohl kann diese Vorschlagsliste von den Wählerinnen und Wählen noch durch „Stimmenhäufungen“ (kumulieren) noch gehörig verändert werden. „In jedem Fall wollen die Bürstädter die erfolgreiche CDU-Politik auf Kreisebene unterstützen und die Region weiter voran bringen“, so die Mitteilung.

Aba 09/2015

CDU Radtour

An den Hafen des Klosters Lorsch

Burg Stein am Rhein

Burg Stein am Rhein

Die Bürstädter Christdemokraten beendeten ihre diesjährige Sommertour mit einem Radausflug über Bobstadt, Hofheim und Nordheim zur Burg Stein am Rhein, dem Zullestein.

Günter Mössinger, der Vorstandsvorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte Nordheim, führte die Gruppe durch die Anlage der Burg Stein, wie der Zullestein in nachklösterlicher Zeit genannt wurde. Mössinger berichtete äußerst lebendig von der wechselhaften Geschichte des Ortes. In der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts – so die Theorie – hatten die Römer den Lauf der Weschnitz verlegt, indem sie bei Lorsch die Dünenhügel durchbrachen und westlich zum Rhein einen Kanal bauten. Danach konnten die bis zu 30 Tonnen schweren Steinblöcke vom Felsberg bei Reichenbach zu den römischen Kastellen bis nach Trier transportiert werden.

CDU in Nordheim

CDU in Nordheim

Der Name Zullestein soll von einem Flussgott abgeleitet sein. 836 schenkte König Ludwig der Deutsche dem Grafen Werner (Werinher) seine Güter in Biblis, Wattenheim und in dem Dorf Zullestein, 846 schenkte Graf Werner die drei Orte weiter an das Kloster Lorsch. Danach wurde der Hafen ausgebaut. 995 erhielt die Burg mit dem neuen Namen Stein das Marktrecht auf Empfehlung und Bitte des Abtes vom Kloster Lorsch. „Die Blüte des Klosters Lorsch wäre ohne diesen Rheinhaften undenkbar“, fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke treffend zusammen. 1068 gelangte Stein an die Wormser Bischöfe, die eine neue Burg errichteten. Nach einer kurpfälzischen Periode wurde die Burg Stein im 30-jährigen Krieg zerstört.

1970 begannen Ausgrabungen, die durch RWE, die Betreiber des nahegelegenen Kernkraftwerks finanziell unterstützt wurden. Heute sind die Ruinen der Burg Stein freigelegt und durch die Anbindung an Rad- und Wanderwege ein schönes Ausflugsziel. Der Heimat- und Geschichtsverein hat einen Rundweg mit Informationstafeln angelegt. Zudem ist die Burg Teil des Geonaturparks Bergstraße-Odenwald.

Der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka, der die bürstädter Besuchergruppe mit CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Möller und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf am alten Fährhausturm erwartete, erörterte zum Abschluss mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Bauer mehrere Fragen: Wie kann man Besucher herlocken, die vielleicht gerade am Kloster Lorsch waren? Wie können wir die Wege besser beschreiben oder zugänglich machen für Menschen, die nicht so weit laufen können? Bauer versprach, sich der Thematik anzunehmen, schließlich sei hier „ein kulturgeschichtliches Kleinod vor unserer Haustüre, das besser vermarket werden müsse“. Nach einer Stärkung im Ausflugslokal Rheinfähre radelten die rundum gründlich informierten Christdemokraten wieder in die Sonnenstadt zurück.

Aba 09/2015